RKW Kompetenzzentrum und askallo - Wirkungsanalysen und Online-Befragungen

Interview mit Herrn Dr. Heiner Depner, Projektleiter „Innovationsförderung“ im Fachbereich Gründung und Innovation des RKW Kompetenzzentrums. Das Gespräch führte Herr Delf Schmidt, Leiter Vertrieb und Kreation der askallo GmbH:


DS:
Herr Dr. Depner, Sie arbeiten bereits seit mehreren Jahren mit askallo zusammen. Können Sie einleitend kurz den Zusammenhang skizzieren?

Dr. Depner:
Gerne. Wir im RKW Kompetenzzentrum führen seit mehreren Jahren, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), Wirkungsanalysen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) durch. Dazu befragen wir jedes Jahr Tausende von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die Zuschüsse vom BMWi erhalten, um neue Lösungen zu entwickeln und in den Markt einzuführen.
RKW Kompetenzzentrum Logo


DS:
Geben Sie mir einen Einblick – Was genau ist das
RKW Kompetenzzentrum?

Dr. Depner:

Das RKW Kompetenzzentrum ist eine gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungseinrichtung des RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft e.V. Vereinsziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu unterstützen und der Allgemeinheit in technischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht zu dienen.
Wir arbeiten dabei sehr eng mit allen Akteursgruppen des deutschen Wirtschaftsgeschehens zusammen: Unternehmen, Sozialpartner, Verbände, Politik und Wissenschaft sind in den Gremien des Hauses vertreten und begleiten die Facharbeit.

DS:
Welche Themengebiete werden dabei vom RKW Kompetenzzentrum bearbeitet?

Dr. Depner:
Wir erarbeiten mit und für mittelständische Unternehmen Lösungen für zukünftige Herausforderungen. Im Fokus stehen die Themen Fachkräftesicherung, Innovation und strategische Unternehmensentwicklung. Uns geht es in erster Linie darum, dass KMU nachhaltig gut gewappnet sind und in eine sichere Zukunft blicken können. Da die Gründung neuer Unternehmen für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ebenso wichtig ist, liegt hier ein weiterer Arbeitsschwerpunkt.

DS:
Ich verstehe. Und zu diesen Themen beraten Sie Unternehmen …

Dr. Depner:

Nur bedingt. Wir sind keine Unternehmensberatung, die versucht, bestimmte Prozesse oder Strukturen in einzelnen Unternehmen zu optimieren. Wir arbeiten Themen von übergeordnetem Interesse auf und bieten unser Wissen als gemeinnützige Einrichtung allen Interessenten an, beispielsweise über Publikationen und Veranstaltungen. Aus dem Grund werden wir, auch aufgrund eines Bundestagsbeschlusses, vom BMWi institutionell gefördert.

DS:
Vorhin nannten Sie das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand“. Können Sie das Programm kurz erläutern?

Dr. Depner:

Das ZIM ist ein sehr bekanntes und erfolgreiches Programm zur Förderung von Innovationsaktivitäten bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Zurzeit stehen dafür jährlich über 500 Millionen Euro zur Verfügung. KMU können Zuschüsse beantragen, um beispielsweise Kooperationsprojekte mit Forschungseinrichtungen durchzuführen, in denen neue Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen entwickelt werden. Das BMWi fördert jedoch auch Einzelvorhaben – wenn kein Kooperationspartner benötigt wird – und auch die Entstehung und Koordination von Innovationsnetzwerken. In diesen schließen sich mehrere Unternehmen zusammen, um sich durch gemeinsame Entwicklungsaktivitäten Marktchancen in einzelnen Technologiefeldern zu erarbeiten.
Vor wenigen Tagen habe ich beispielsweise das Management eines Netzwerks besucht, in dem mehrere Unternehmen und Forschungseinrichtungen es sich zur Aufgabe gemacht haben, Produkte aus Basaltfasern für industrielle Anwendungen zu entwickeln.
Wir entscheiden jedoch nicht, welche Projekte gefördert werden und welche nicht, sondern analysieren im Nachgang, welche Effekte die Projekte initiiert haben.

DS:
Das klingt spannend! Wie bewerkstelligen Sie es, zu überprüfen, wie erfolgreich die Projekte gelaufen sind beziehungsweise wie erfolgreich die Netzwerke gearbeitet haben? Und was passiert mit den Ergebnissen?

Dr. Depner:
In der Regel starten wir ca. zwei Jahre nach Abschluss der Förderung mit unseren Befragungen, die die Basis für die so genannten Wirkungsanalysen bilden.
Wir versenden Fragebögen an alle Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die gefördert wurden. Durch die Angaben erhalten wir wichtige Erkenntnisse darüber, ob die ursprüngliche Zielsetzung umgesetzt werden konnte. Es gilt weiterhin zu prüfen, welche Effekte es auf die technologische Kompetenz oder den Umsatz gab und natürlich auch ganz wichtig: Konnten Arbeitsplätze durch die Projektaktivitäten gesichert oder sogar neu geschaffen werden?
Früher haben wir für die Datenerhebung Papierfragebögen verwendet. Aber seit fünf Jahren nutzen wir das Befragungssystem Ihres Unternehmens und führen damit unsere Umfragen online durch. askallo liefert quasi die Kommunikationsplattform zwischen uns und den Unternehmen und Forschungseinrichtungen.
Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Befragungen und den anschließenden Analysen sind in vielerlei Hinsicht wichtig: Zum einen hat das BMWi natürlich ein Interesse daran zu wissen, welche Wirkung das Förderprogramm erzielt. Die Ergebnisse werden genutzt, um zu prüfen, wie sich der Mitteleinsatz in der gegebenen Form auswirkt. Erst wenn man die Wirkungen kennt, kann man das Programm auch optimieren. Zum anderen unterstützt die geschaffene Transparenz das Verständnis der Steuerzahler zusätzlich. Das ist wichtig, denn es handelt sich schließlich um öffentliche Mittel.

DS:
Können Sie schildern, was vor fünf Jahren die Gründe dafür waren, fortan auf digitale Umfragen zu setzten und welche Aspekte dann letztendlich dazu geführt haben, das Befragungssystem von askallo einzusetzen?

Dr. Depner:
Als öffentlich geförderte Einrichtung ist es unsere Pflicht, die uns zur Verfügung gestellten Mittel optimal einzusetzen und alle möglichen Effizienzpotentiale zu nutzen. Wenn man wie in unserem Fall durch die Umstellung von Papier- auf Online-Fragebögen selbst einen Innovationssprung machen kann, um Ressourcen zu schonen und Kosten zu sparen, ist es eine logische Konsequenz, diesen Wandel zu vollziehen.
Das askallo System bot von vorn herein ein für uns hervorragendes Kosten-Nutzen-Verhältnis, weshalb es bereits während unserer intensiven Recherchen in die engere Wahl kam. Die finale Entscheidung wurde uns dann durch die gute Betreuung sowie die gebotene Datensicherheit und die Datenspeicherung in Deutschland einfach gemacht. Die von askallo eingesetzte SSL-Verschlüsselung sowie das engmaschige Sicherheitskonzept, von dessen Umsetzung wir uns bei Ihnen vor Ort in Karlsruhe persönlich ein Bild machen konnten, haben uns uneingeschränkt überzeugt.
Wenn wir von den Sicherheitsstandards berichten, werden die Bedenken, die einige Teilnehmer bezüglich der Sicherheit von Online-Befragungen haben, ganz schnell aufgelöst.

DS:
Von 2011 bis heute – Welche Erfahrungen haben Sie in dieser Zeit mit dem askallo Team sammeln können?

Dr. Depner:
Uneingeschränkt sehr gute, das möchte ich vorwegschicken und damit dem gesamten askallo Team ein Lob aussprechen! Hervorheben möchte ich insbesondere den grandiosen Service-Support. Unsere Fragen werden immer schnell beantwortet. Und selbst für unsere individuellsten Sonderwünsche hatte askallo immer eine Lösung parat.
Wir fühlten uns vom Start weg hervorragend begleitet. So gelang es uns schnell, uns in die intuitive Nutzeroberfläche samt Menüstruktur einzuarbeiten, um die vielen hilfreichen Tools gezielt nutzen zu können. Diese positiven Erfahrungen führten auch dazu, dass askallo hausintern noch für weitere Projekte eingesetzt wird.

DS:
Herr Dr. Depner, ich freue mich sehr über Ihr tolles Lob und werde dies selbstverständlich umgehend an meine Kolleginnen und Kollegen weitertragen. Auch möchte ich die Gunst der Stunde nutzen, um mich für die langjährige Zusammenarbeit und das damit verbundene Vertrauen des RKW Kompetenzzentrums bedanken.

Und Danke auch an Sie persönlich, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben.

Dr. Depner:
Jederzeit gern.

 

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